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Antrag zum 93. Landeskongress am 26.-27. Oktober 2019 in Borken

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Eingegangen in der Kategorie "Bildung, Jugend, Familie und Soziales" und mit der laufenden Nummer 240. Antragsteller ist/sind "KV Solingen".

Der 93. Landeskongress möge beschließen:

Mehr Demokratie an unseren Schulen

Weltbeste Bildung war für uns Junge Liberale schon immer ein Herzensthema – schließlich ermöglicht erst ein gutes Bildungssystem aufgeklärte und mündige Einzelpersonen, die sich frei in ihrem Alltag bewegen und entscheiden können.

Daher ist es umso tragischer, dass die deutsche Schullandschaft der Zeit hinterherhinkt. Es fehlt vor allem an neuen innovativen Unterrichtskonzepten, die unsere Kinder auf die Arbeitswelt von morgen vorbereiten.

Das ist besonders schwerwiegend, da die Frage „Mit welchen Konzepten wollen wir Schulkinder auf eine digitalisierte Welt vorbereiten?“ vermutlich die wichtigste Frage in der Bildungspolitik ist. Doch wir Liberale wollen keine Ideen vorgeben, die wir für innovativ halten – wir wollen, dass die Experten vor Ort innovative Konzepte entwerfen können.

Für uns ist glasklar: Nur durch einen Wettbewerb zwischen den Schulen können die besten Konzepte entstehen. Über diese wird jedoch „mit den Füßen abgestimmt“, d.h. die Schulen mit den erfolgreichsten Ideen dürfen sich über den größten Zulauf und dementsprechend hohe Anmeldezahlen freuen. Der Nachteil an dieser Form der Abstimmung ist, dass sie im Nachhinein geschieht – so können schlechte Konzepte nur schwer von der schon bestehenden Schulgemeinde verhindert werden. Das liegt vor allem am vorherrschenden Machtgefälle. Vereinfacht gesagt: Wenn die Schulleitung was möchte, dann kriegt sie das auch.

Für eine demokratischere Debattenkultur, in der um die besten Ideen gestritten wird, sollte die Schülervertretung an den Schulen gestärkt werden. Schließlich haben die Veränderungen an ihrer Schule einen direkten Einfluss auf ihr jetziges und zukünftiges Leben. Dieses Vorhaben könnte durch bessere Rahmenbedingungen für eine gelebte Demokratie in der Schülerschaft ermöglicht werden.

Daher fordern wir:

  1. Schüler sollen dasselbe Mitwirkungsrecht an ihrer Schule genießen wie es Artikel 10 Abs. 2 der Landesverfassung den Eltern garantiert. Der Absatz ist entsprechend zu ändern in „Die Schüler und Erziehungsberechtigten wirken durch Schülervertretungen und Elternvertretungen an der Gestaltung des Schulwesens mit.“
  2. Das Schulgesetz soll ausdrücklich klarstellen, dass Schülervertretungen unabhängig – und somit eigenständig – agieren können. Die Schulleitung darf die Arbeit der Schülervertretung ausschließlich nur dann blockieren, wenn sie ihr schulpolitisches Mandat überschreitet.
  3. Die Schulleitung dafür Verantwortung trägt, dass neugewählte Schülersprecher ein „Starterpaket“ erhalten, das vom Ministerium für Schule und Bildung zur Verfügung gestellt wird und Informationen über die SV-Arbeit, Seminare und alle rechtlichen Möglichkeiten beinhaltet.
  4. Schülern an einer Ganztagsschülern soll das Recht eingeräumt werden, mindestens vier Unterrichtsstunden im Monat befreit zu werden, um ein Ehrenamt (z.B. in der Schülervertretung) auszuführen.
  5. Die Einführung einer direkten Wahl der Schülersprecher durch die ganze Schülerschaft an jeder Schule in NRW.

Begründung:

Im Antrag. Wenn nicht gegeben erfolgt sie mündlich.

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Achtung: Die Darstellung des gezeigten Antrags erfolgt ohne Zeilennummerierung und als reine Vorschau. Verbindlich ist der Antragstext im offiziellen Antragsbuch zum 93. Landeskongress am 26.-27. Oktober 2019 in Borken.


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