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Antrag zum 93. Landeskongress am 26.-27. Oktober 2019 in Borken

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Eingegangen in der Kategorie "Umwelt, Gesundheit und Infrastruktur" und mit der laufenden Nummer 642. Antragsteller ist/sind "LAK Umweltverschmutzung".

Der 93. Landeskongress möge beschließen:

Aus Scheiße Strom machen - Plastikstrom statt Plastikinsel!

Wir Jungen Liberalen NRW sprechen uns für eine Ausweitung der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der Umwelttechnik aus. Wir versprechen uns hiervon einen doppelten Nutzen, denn neben dem Transfer von technischem Know-how an sogenannte Entwicklungsländer bietet dies eine effektive und weitgreifende Möglichkeit, um Plastikmüll aus der EU und den Aufnahmeländern nutzbar zu machen, statt in die Umwelt gelangen zu lassen.

Hierzu sehen wir vor allem Potenzial in dem Export von Technik, die eine möglichst saubere Verbrennung von Plastikmüll ermöglicht und damit einen erheblichen Mehrwert zur aktuellen Deponierung des importierten Plastikmülls darstellt, da hiermit zusätzlich eine Stromerzeugung vorgenommen werden kann, welche der regionalen Wirtschaft nachhaltig zu Gute kommt. So soll insbesondere die durch Regen und Wind bedingte Auswaschung von Plastik auf Deponien in Meere und Flüsse vermieden werden.  

Dieser Umwelttechnikexport soll allein über den privatwirtschaftlichen Sektor laufen, die Rahmengebung jedoch über die staatlich-diplomatische Ebene.

Gerade durch diesen Doppelnutzen, der durch “Müll-Import” und Stromerzeugung geschaffen wird, muss der Benefit für die breite Bevölkerung des jeweiligen Aufnahmelandes spürbar werden. An diesen Technikexport muss daher die Bedingung zur Versorgungssicherheit des mit Strom versorgten Distrikts geknüpft sein. Diese Versorgungssicherheit verbessert beispielsweise die Arbeitsbedingungen für die gerade in afrikanischen Großstädten aufkeimende Tech-& Service-Wirtschaft, welche von suffizienter Strom- und Internetversorgung abhängig ist. Dies schafft einen trickle-down-Effekt mit einem direkten Mehrwert für die lokale Bevölkerung und reduziert dabei den abgeschwemmten Plastikmüll im Ozean effektiv. Entwicklungszusammenarbeit wird so in einem “Eckpfeiler-gestützten Gesamtkonzept” betrieben werden, statt mit den aktuell betriebenen, maximal punktuell wirkenden “Gießkannenprojekten”.

Während größere Firmen in den Aufnehmerländern hier vor allem als kapitalstarkes Zugpferd dieser Entwicklung dienen sollen, muss hierbei für kleinere Unternehmen ein Ratenmodell zum Erwerb der nötigen Technik beinhaltet sein, welches das Ausbreiten der Methode in rurale Gebiete des jeweiligen Landes erleichtert.

Des Weiteren ist es nötig eine Aufklärung der Bevölkerung zu betreiben, um Plastikmüll zu reduzieren, die über die staatliche Ebene kommuniziert werden soll. Umweltauswirkungen, wie beispielsweise Überschwemmungen von Städten in Regenzeiten durch Verstopfung der Kanalisation mit Plastikabfällen, sollen damit bewusst gemacht und erklärt werden, um den verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Umwelt der Menschen vor Ort zu fördern.

 

Begründung:

erfolgt mündlich

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Achtung: Die Darstellung des gezeigten Antrags erfolgt ohne Zeilennummerierung und als reine Vorschau. Verbindlich ist der Antragstext im offiziellen Antragsbuch zum 93. Landeskongress am 26.-27. Oktober 2019 in Borken.


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Vorliegende Änderungsanträge:

  • [12495] Ersetze: Seite 1, Zeile 28 bis Seite 1, Zeile 28, Abschnitt: 1 (Antragsteller: KV Euskirchen). / V1

    Antragsteller ist/sind "KV Euskirchen".

    Ersetze "Ratenmodell" durch "Mietmodell mit Wartungsvertrag"

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