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Antrag zum 93. Landeskongress am 26.-27. Oktober 2019 in Borken

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Eingegangen in der Kategorie "Umwelt, Gesundheit und Infrastruktur" und mit der laufenden Nummer 653. Antragsteller ist/sind "BV Niederrhein".

Der 93. Landeskongress möge beschließen:

Machen wir den Weg frei für die Zukunft - Legalisierung der Forschung an Embryonen

Gemäß dem Embryonenschutzgesetz aus dem Jahre 2002 ist es in Deutschland an strenge Regularien gebunden, Forschung an Embryonen zu betreiben und gänzlich verboten, diese zu züchten. Ein liberaleres Gesetz würde Deutschland im internationalen Vergleich auf dem Gebiet der Forschung an Embryonen wieder konkurrenzfähig machen und dadurch auch eine modernere medizinische Versorgung ermöglichen können. Wir fordern daher die vollumfängliche Legalisierung der Forschung sowie des Züchtens von Organismen auch in Deutschland.

Bei der künstlichen Befruchtung bleiben in vielen Fällen Blastozyten (Embryonen im Stammzellen-Stadium) übrig. Diese werden für eine eventuelle spätere Implantation in die Gebärmutter eingefroren. Die Wissenschaft bezeichnet frühe Entwicklungsstadien so lange als Embryo, wie der Organismus sich noch in einer Eihülle oder Schale befindet. Sie sind besonders geeignet für die Forschung, da in ihnen noch sämtliche Erbinformationen aktiv sind. Aus ihnen kann ein Mensch, aber beispielsweise auch eine Bauchspeicheldrüse oder Hirngewebe gezüchtet werden.

Seit 2008 ist es deutschen Forschern jedoch nur unter strengen Auflagen erlaubt, Zellen aus dem Ausland zu nutzen, die bis zum 1. Mai 2007 erzeugt worden sind. In Staaten wie den USA, Israel und der Schweiz ist die Herstellung dieser Stammzellen im Gegenzug erlaubt. Deutschland verliert seit einigen Jahren den Anschluss an die internationale Forschung, da wir keine Embryonen aus eigenen Zelllinien herstellen dürfen. Das Embryonenschutzgesetz sorgt dafür, dass Forscher die Embryonen nur nach langen Genehmigungsverfahren importieren können; im Ausland reicht dahingegen eine Erlaubnis. Selbst wenn die bürokratische Hürde für den Import überwunden ist, verbieten es die ausländischen Erzeuger häufig, die Erkenntnisse als Therapie zu vermarkten. Dabei bietet dieses Forschungsgebiet große Möglichkeiten: Die Ursachen für frühe Fehlgeburten, Komplikationen während der Schwangerschaft oder neue Methoden zur künstlichen Befruchtung könnten unter die Lupe genommen werden.

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Achtung: Die Darstellung des gezeigten Antrags erfolgt ohne Zeilennummerierung und als reine Vorschau. Verbindlich ist der Antragstext im offiziellen Antragsbuch zum 93. Landeskongress am 26.-27. Oktober 2019 in Borken.


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Vorliegende Änderungsanträge:

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