Antrag zum 93. Landeskongress

Antrag 642

93. Landeskongress der Jungen Liberalen NRW
Euskirchen, 11.-12. Mai 2019


Antragsteller: LAK Umweltverschmutzung


Status: [  ] angenommen [  ] nicht angenommen [  ] verwiesen an: ___________________________

Der 93. Landeskongress möge beschließen:

1Aus Scheiße Strom machen - Plastikstrom statt
2Plastikinsel!

3Wir Jungen Liberalen NRW sprechen uns für eine Ausweitung der Entwicklungszusammenarbeit

4im Bereich der Umwelttechnik aus. Wir versprechen uns hiervon einen doppelten Nutzen, denn
5neben dem Transfer von technischem Know-how an sogenannte Entwicklungsländer bietet dies
6eine effektive und weitgreifende Möglichkeit, um Plastikmüll aus der EU und den
7Aufnahmeländern nutzbar zu machen, statt in die Umwelt gelangen zu lassen.

8Hierzu sehen wir vor allem Potenzial in dem Export von Technik, die eine möglichst saubere

9Verbrennung von Plastikmüll ermöglicht und damit einen erheblichen Mehrwert zur aktuellen
10Deponierung des importierten Plastikmülls darstellt, da hiermit zusätzlich eine Stromerzeugung
11vorgenommen werden kann, welche der regionalen Wirtschaft nachhaltig zu Gute kommt. So soll
12insbesondere die durch Regen und Wind bedingte Auswaschung von Plastik auf Deponien in
13Meere und Flüsse vermieden werden.  

14Dieser Umwelttechnikexport soll allein über den privatwirtschaftlichen Sektor laufen, die

15Rahmengebung jedoch über die staatlich-diplomatische Ebene.


16Gerade durch diesen Doppelnutzen, der durch “Müll-Import” und Stromerzeugung geschaffen

17wird, muss der Benefit für die breite Bevölkerung des jeweiligen Aufnahmelandes spürbar
18werden. An diesen Technikexport muss daher die Bedingung zur Versorgungssicherheit des mit
19Strom versorgten Distrikts geknüpft sein. Diese Versorgungssicherheit verbessert beispielsweise
20die Arbeitsbedingungen für die gerade in afrikanischen Großstädten aufkeimende Tech-&
21Service-Wirtschaft, welche von suffizienter Strom- und Internetversorgung abhängig ist. Dies
22schafft einen trickle-down-Effekt mit einem direkten Mehrwert für die lokale Bevölkerung und
23reduziert dabei den abgeschwemmten Plastikmüll im Ozean effektiv.
24Entwicklungszusammenarbeit wird so in einem “Eckpfeiler-gestützten Gesamtkonzept”
25betrieben werden, statt mit den aktuell betriebenen, maximal punktuell wirkenden
26“Gießkannenprojekten”.

27Während größere Firmen in den Aufnehmerländern hier vor allem als kapitalstarkes Zugpferd

28dieser Entwicklung dienen sollen, muss hierbei für kleinere Unternehmen ein Ratenmodell zum
29Erwerb der nötigen Technik beinhaltet sein, welches das Ausbreiten der Methode in rurale
30Gebiete des jeweiligen Landes erleichtert.

31Des Weiteren ist es nötig eine Aufklärung der Bevölkerung zu betreiben, um Plastikmüll zu

32reduzieren, die über die staatliche Ebene kommuniziert werden soll. Umweltauswirkungen, wie
33beispielsweise Überschwemmungen von Städten in Regenzeiten durch Verstopfung der
34Kanalisation mit Plastikabfällen, sollen damit bewusst gemacht und erklärt werden, um den
35verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Umwelt der Menschen vor Ort zu fördern.

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37Begründung:

38erfolgt mündlich


Achtung: Die Darstellung des gezeigten Antrags erfolgt als reine Vorschau. Verbindlich ist der Antragstext im offiziellen Antragsbuch zum 93. Landeskongress am xx in yy.